Die Umweltbilanz von konservierten Blumen

In Zeiten von Diskussionen über Wasserknappheit, globaler Erderwärmung und dem zunehmend schnelleren Abschmelzen der Polarkappen gewinnt Nachhaltigkeit in unserem täglichen Handeln zum Glück immer mehr an Bedeutung.


Aber hast Du schon einmal darüber nachgedacht, welche Auswirkungen der globale Blumenmarkt auf unser Klima hat?


Europa und die USA konsumieren mehr als 80% der globalen erzeugten frischen Schnittblumen pro Jahr. Beinahe 9 von 10 Schnittblumen werden dabei aus Übersee importiert.Durch die begrenzte Haltbarkeit von frischen Blumen müssen diese per Flugzeug und gekühlt schnell an ihren Zielort gebracht werden. Das bedeutet, dass 2 von 3 Schnittblumen weltweit per Flugzeug transportiert werden. 


Wenn Du mehr über die Größe dieses Problems erfahren willst, schau Dir mal unsere About Page an. Hier erklären wir die Auswirkungen genauer und veranschaulichen den Effekt des CO2-Ausstoßes pro Jahr.

Das Wichtigste in Kürze


(1) Alle unsere Bouquets sind aus 100% natürlichen, echten Blumen, Gräsern und Sträuchern. Die Haltbarkeit ergibt sich aus einem komplexen biochemischen Prozess. Die Haltbarkeit ist der Kerngrund, warum stabilisierte Blumen im Vergleich zu herkömmlichen Schnittblumen eine deutlich bessere Ökobilanz aufweisen. 


(2) Die bessere Ökobilanz ergibt sich aus vier Aspekten: (1) der Nutzung klimatisch optimaler Anbaugebiete, (2) dem CO2-effizienten Transport, (3) der Möglichkeit, konservierte Blumen ungekühlt zu transportieren und (4) der geringeren Belastung der natürlichen Ressourcen (Wasser, Böden usw.), die die Blumen produzieren. 


(3) Wir vergleichen den CO2-Fußabdruck von drei Produktionswegen: Schnittblumen aus Kenia im offenen Anbau, Schnittblumen aus den Niederlanden aus dem Gewächshaus und konservierte Blumen aus verschiedenen Anbaugebieten im offenen Anbau. Insgesamt beträgt der CO2-Ausstoß pro Tonnenkilometer lediglich 17g/tkm für konservierte Blumen, und beträgt somit nur 3% des CO2-Ausstoßes von herkömmlichen Schnittblumen. Konservierte Blumen sind also echte Klimaschützer. 


(4) Den besseren ökologischen Fußabdruck (aus Aspekt (4) oben) ermitteln wir ganz einfach – wenn eine frische Blume im Schnitt 10 Tage haltbar ist und konservierte Blumen im Schnitt 2 Jahre, dann sind das 720 Tage mehr Haltbarkeit als frische Blumen - oder eben Faktor 72. Prozentual bedeutet dies, dass konservierte Blumen lediglich 1,4% der natürlichen Ressourcen für den Anbau pro Blume brauchen im Vergleich zu herkömmlichen Schnittblumen.

Der Faktor Nachhaltigkeit bei konservierten Blumen

Alle unsere Bouquets sind aus 100% natürlichen, echten Blumen, Gräsern und Sträuchern. Die Haltbarkeit ergibt sich aus einem komplexen chemischen Prozess, welcher für jede Pflanze einzeln angepasst werden muss. Mehr über die Details zum Prozess und der Haltbarkeit unserer Bouquets erhälst du hier. Die Haltbarkeit ist der Kerngrund, warum stabilisierte Blumen im Vergleich zu herkömmlichen Schnittblumen eine deutlich bessere Ökobilanz aufweisen.Die bessere Ökobilanz ergibt sich aus vier Aspekten: 


(1) der Nutzung klimatisch optimaler Anbaugebiete, 

(2) dem CO2-effizienten Transport, 

(3) der Möglichkeit, konservierte Blumen ungekühlt zu transportieren und 

(4) der geringeren Belastung der natürlichen Ressourcen (Wasser, Böden usw.), die die Blumen produzieren. 


Die ersten drei Aspekte haben einen direkten Einfluss auf den sehr guten CO2-Fußabdruck von konservierten Blumen, während der vierte Aspekt den ökologischen Fußabdruck insgesamt deutlich verbessert. Im Folgenden behandeln wir den CO2-Fußabdruck und den ökologischen Fußabdruck jeweils getrennt in einem Abschnitt.

Der CO2-Fußabdruck

Um den CO2-Fußabdruck besser zu verstehen, macht es Sinn mehrere Fallbeispiele durchzugehen. Hierzu sehen wir uns den CO2-Fußabdruck von Blumen EVERBLOSSOM zu den am häufigsten in Deutschland verfügbaren Schnittblumen an, Rosen aus Kenia und Rosen aus den Niederlanden an.Unsere Beispiele sind also wie folgt: 


(1) Rosen aus Kenia aus offenem Anbau 

(2) Rosen aus den Niederlanden aus Anbau im Gewächshaus und

(3) Konservierte Blumen von EVERBLOSSOM aus verschiedenen Ländern, alles im offenen Anbau

Schnittblumen aus Kenia

Fangen wir mit der ersten Fallstudie an. Herkömmliche Schnittblumen aus Kenia benötigen auf Grund der dortigen für die Florikultur günstigen klimatischen Bedingungen keine Gewächshäuser für die Aufzucht von Schnittblumen. 


 Wegen der begrenzten Haltbarkeit von frischen Schnittblumen werden diese per Frachtflugzeug an ihren Bestimmungsort gebracht. Flugzeuge sind in Sachen CO2-Ausstoß pro Tonne und zurückgelegten Kilometer (sog. „Tonnenkilometer“) mit durchschnittlich 414g pro Tonnenkilometer sehr ineffizient (Umweltbundesamt, 2018). 


 Weiterhin müssen frische Schnittblumen stets gekühlt transportiert werden. Dabei werden im Flugverkehr zusätzlich 178g pro Tonnenkilometer ausgestoßen (DSLV, 2013). Insgesamt beträgt die der CO2-Ausstoß pro Tonnenkilometer 592g/tkm, und ist somit fast 4x höher als beispielsweise der CO2-Ausstoß eines PKWs je gefahrenen Kilometer.

Schnittblumen aus den Niederlanden

Herkömmliche Schnittblumen aus den Niederlanden schneiden in der CO2-Bilanz auch nicht viel besser ab. Im Vergleich zu Kenia sind für die Aufzucht in den Niederlanden meist Gewächshäuser nötig. Eine Studie der Cranfield University (Williams, 2007) kommt zum Ergebnis, dass holländische Rosen im Schnitt den gleichen Wärmeaufwand und somit Energiebedarf wie der Tomatenanbau benötigt, was im Schnitt 290g pro Tonne sind (Siehe Fußnote 1). 


 Die frischen Schnittblumen werden dann per LKW nach Deutschland gefahren. LKWs stoßen im Schnitt 110g CO2 pro Tonnenkilometer aus (Umweltbundesamt, 2018). Durch die Kühlung kommen nochmals 47g/tkm hinzu (DSLV, 2013). Insgesamt beträgt die der CO2-Ausstoß pro Tonnenkilometer 447g/tkm für niederländische Rosen, und ist somit fast 3x höher als der CO2-Ausstoß eines PKWs je gefahrenen Kilometer.

Konservierte Blumen von EVERBLOSSOM

Konservierte Blumen weisen eine deutlich bessere CO2-Bilanz auf. Unsere Blumen und Blattwerke werden direkt vor Ort in den jeweiligen Anbaugebieten konserviert. In keinem unserer Anbaugebiete in Kolumbien, Ecuador und China müssen die Blumen in Gewächshäusern aufgezogen werden. 


 Durch die Konservierung und die Haltbarkeit von über zwei Jahren ist es auch nicht notwendig, die Blumen besonders schnell an ihren Bestimmungsort zu bringen. Daher ist für stabilisierte Blumen ein Transport via Frachtschiff möglich. Durch die sehr hohe Ladekapazität von modernen Frachtern hat eine auf einem Frachtschiff transportierte Tonne Güter nur einen CO2-Ausstoß von 17g pro Tonnenkilometer (Umweltbundesamt, 2018). 


 Außerdem müssen stabilisierte Blumen und Pflanzen nicht gekühlt werden, was die Umweltbilanz weiter verbessert. Insgesamt beträgt der CO2-Ausstoß pro Tonnenkilometer lediglich 17g/tkm für stabilisierte Blumen, und ist somit fast 9x geringer als der CO2-Ausstoß eines PKWs je gefahrenen Kilometer und beträgt nur 3% des CO2-Ausstoßes von herkömmlichen, frischen Schnittblumen. Stabilisierte Pflanzen sind also echte Klimaschützer. 


 Wir haben die Ergebnisse unserer Vergleichs unten tabellarisch zusammengefasst.

Der ökologische Fußabdruck

Der weitaus bessere ökologische Fußabdruck von konservierten Pflanzen gegenüber herkömmlichen Schnittblumen wird deutlich, wenn wir die niedrigere Belastung der natürlichen Ressourcen, die die Blumen produzieren einmal genauer betrachten. 


Letztendlich führt nämlich die verlängerte Haltbarkeit von konservierten Blumen zu einem geringeren Verbrauch pro Kopf zur ganzjährigen Blumenversorgung. Dies ist besonders für Unternehmen und Betriebe relevant, zum Beispiel in der Gastronomie und Hotellerie, denn diese brauchen das ganze Jahr Blumen. 


Die Berechnung des ökologischen Vorteils von konservierten Blumen ist relativ einfach. Laut Eurostat wurden im Jahr 2018 25.736,5 Tonnen Blumen nach Deutschland eingeführt. Eine Tonne frischer Rosen aus Kenia brauchen im Schnitt folgende natürliche Ressourcen (siehe Mekonnen et al., 2012): 


(1) 370 m² Land 

(2) 365.000 Liter Wasser 

(3) 28,6 kg Dünger 


Insgesamt wurden also für die Blumen, die nur im Jahr 2018 nach Deutschland importiert wurden 9,5 km² Land (oder ca. 1.350 Fussballfelder), 9,4 Milliarden Liter Wasser (genug um jeden der ca. 83 Millionen Deutschen mehr als 56 Tage mit Trinkwasser zu versorgen) und 736 Tonnen Dünger benötigt. 


Um wie viel kann dies mit konservierten Blumen reduziert werden? Die Antwort ist relativ einfach – wenn eine frische Blume im Schnitt 10 Tage haltbar ist und konservierte Blumen im Schnitt 2 Jahre, dann sind das 720 Tage mehr Haltbarkeit als frische Blumen - oder eben Faktor 72. Prozentual bedeutet dies, dass konservierte Blumen lediglich 1,4% der natürlichen Ressourcen für den Anbau pro Blume brauchen im Vergleich zu herkömmlichen Schnittblumen. 


Wären alle 2018 nach Deutschland importierten Blumen also konserviert gewesen, wären dafür nur 0,13 km² Land, 131 Millionen Liter Wasser (grade mal genug, dass jeder Deutsche für einen halben Tag mit Wasser versorgt ist) und 10 Tonnen Dünger nötig gewesen.

Fazit

Anhand dieser relativ einfachen Berechnungen wird schnell deutlich, wie viel umweltfreundlicher konservierte Blumen auf Grund ihrer Haltbarkeit letztendlich sind. Und genau das ist unser Ziel bei EVERBLOSSOM: Wir wollen die gehobene Floristik und den internationalen Blumenmarkt insgesamt nachhaltiger gestalten. 


Wir denken, dass der Konsument, aber vor allem der Geschäftskunde eine nachhaltige Alternative wählen wird, insofern sie denn angeboten wird – und genau das machen wir mit unserem umfassenden Angebot von konservierten Blumenbouquets. 


Wenn Du mehr über unsere Mission erfahren willst, schau Dir unsere About Page an.


337 Kommentare


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